Aquaponik

Mit einer Aquaponik-Anlage hat du eine Zukunftstechnologie in der Hand mit der du dein Null-Kilometer Gemüse anbaust. Du kultivierst Fische und Gemüse und musst dir keine Gedanken über „Unkräuter“ und das Jäten machen.

Ja, das würde mir gefallen!

In Aquakultur leben deine Fische und produzieren Dünger für die Nutzpflanzen. Dies können Gemüse wie Tomaten oder Mangold sein. Auch Gewürze wie Petersilie, Pfefferminze und etliches mehr wachsen üppig. Die Pflanzen leben in Hydrokultur. Sie werden über die Wurzeln mit Dünger der Fische versorgt.

Erklährgrafik - Wie funktioniert ein Aquaponik Kreislaufsystem.
Bild: So funktioniert ein Aquaponik Kreislaufsystem.

In der Aquaponik werden zwei der produktivsten Lebensmittelanbau-Systeme miteinander kombiniert. Dies sind zirkulierende Aquakultursysteme und die Hydroponik. Beide sind weit verbreitet auf der ganzen Welt und bekannt für erhöhte Erträge, die bessere Nutzung von Land und Wasser, eine einfache Methode zur Kontrolle von Umweltverschmutzungen. Das System ist sehr produktiv und liefert eine hohe Qualität- und Lebensmittelsicherheit.

Das Aquaponik-Naturmodell – Angewandtes Lernen im Schulzimmer

Ein System mit geschlossenen Kreisläufen

Die Prozesse laufen in einem geschlossenen Wasser- und Nährstoffkreislauf ab. Dieser wird weitestgehend automatisiert geregelt, was den Betrieb einer solchen Anlage extrem vereinfacht. Ein zentraler Computer steuert die Fütterung der Fische und die Wasserpumpe. Er misst dank Sensoren aktuelle Daten aus deiner Aquaponik-Anlage wie:

  • PH-Wert
  • Raumfeuchtigkeit
  • Lichtstärke für ein optimales Pflanzenwachstum
  • Raum- und Wassertemperaturen und vieles mehr.

So hast du deine Anlage im Griff und kannst jeder Zeit auf die Messwerte zugreifen.

Ja, das würde mir gefallen!

Die Vorteile des geschlossenen Systems

  • Unabhängiges und effizientes Lebensmittelherstellungs-System
  • Zwei mögliche Nahrungserzeugnisse: Gemüse und Fische.
    Wer vegan oder vegetarisch lebt, kann sich auch Zierfische halten wie z.B. Kois. Diesen geht es sehr gut in Aquaponik- Kreislaufsystemen, da das Wasser ständig von den Pflanzen gereinigt wird.
  • Sehr wassersparend.
  • Es braucht keine Erde.
  • Es werden keine Dünge- und „Pflanzenschutz“-Mittel gebraucht.
  • Höhere Qualität und Produktionseffizienz.
  • Aquaponik kann nur in biologischer Produktion erfolgen.
  • Geringere Gefahr von Krankheiten und äusseren Verunreinigungen.
  • Die höhere Produktionskontrolle führt zu weniger Verlusten.
  • Kann an fast jedem Standort betrieben werden.
  • Verursacht wenig Abfall, z.B. kein schmutziges Abwasser
  • Der tägliche Unterhalt in der Anlage ist einfach und schnell erledigt und kann von praktisch jeder Person ausgeführt werden. Ein Beispiel ist einseinfache Sichtkontrolle der Anlage. Viele Kontrollen sind bei unserem System automatisiert und daher ortsunabhängig.
  • Jede mögliche Anlagengrösse ist möglich.

Wo stelle ich so eine Aquaponik-Anlagen hin?

Oberes Pflanzbeet vom homeAquaponic

Aquaponik-Anlagen können sowohl in Gewächshäusern als auch in umgenutzten Industriehallen stehen. Kleinere Anlagen sehen auch in Räumen wie zum Beispiel bei dir Zuhause schön aus. Ihr hoher Ertrag pro Fläche macht Aquaponik deshalb in städtischen Gebieten besonders attraktiv. Beheizbare Räume treiben das Wachstum zudem enorm an.

Zu wenig Licht?

Es ist möglich, die Nutzpflanzen auch unter künstlichem Licht zu kultivieren. So kannst du auch ganz ohne Sonnenlicht die Salate wachsen lassen, also auch dort, wo zu wenig Licht vorhanden ist. Mit einer zusätzlichen Beleuchtung verlängerst du die Sonnenstunden in den dunkleren Wintertagen zu deinen Gunsten.

Aquaponik ökologisch sinnvoll einsetzen

Wo es das Klima erlaubt, stehen die Anlagen unter freiem Himmel. In unseren Breitengraden leben die Fische und wachsen die Nutzpflanzen mit natürlichem Sonnenlicht in einem Gewächshaus am besten.

Warum denn Fische?

Fische produzieren den ganzen Tag Kot und Urin. Mit diesen Abfallstoffen wird in deiner Aquaponik-Anlage gedüngt. Die Abfallstoffe selber werden für die Fische in erhöhter Konzentration giftig.

Die Pflanzen sind grundsätzlich sehr dankbar für die Abfallstoffe der Fische. Allerdings braucht es eine chemische Umwandlung der Stoffe, damit diese von den Pflanzen aufgenommen und als Dünger verwendet werden können.

Dieser Prozess der Umwandlung wird von Bakterien übernommen. Die Bakterien bilden am Boden des Fischtanks im Kiesbett und auch im Wachstumssubstrat der Nutzpflanzen einen hoch produktiven Biofilm.

Umwandlung der Stoffe im Biofilm

Die Umwandlung geschieht durch Bakterien in den folgenden zwei Stufen:

  1. Der erste Bakterienstamm (nitrosomonas) verdaut den Kot und den Urin der Fische (Ammonium) zu Nitrit.
  2. Eine zweite Gruppe Bakterien (nitrobacter) wandelt das Nitrit in pflanzenverfügbares Nitrat um.

Das nun entstandene Nitrat kann als Dünger von den Pflanzen aufgenommen und verwertet werden. Jetzt ist der Kreislauf geschlossen, denn die Pflanzen säubern das Wasser von Nitrat und die Fische dürfen es jetzt wieder verdrecken.

Ja, das würde mir gefallen!

Aquaponik ansehen

Komm und sieh dir eine Aquaponik-Anlage an. Für dich haben wir unsere Arbeit in Form von Videos dokumentiert und möchten dir zeigen was dich bei einer Aquaponik-Anlage erwartet.