Ethik und Prinzipien der Permakultur

Ethik und Prinzipien der Permakultur

Basis der Permakultur ist das ethische Fundament auf dem alles aufbaut. Auf den unten beschriebenen drei Ethischen Grundsätzen verwurzelt sich die Permakultur als zukunftsfähiges globales Modell, solange nach diesen gehandelt wird, kann eine positive und nachhaltige Wirkung entstehen.

Care for Earth
(Verantwortungsbewusster Umgang mit der Erde)
Care for the people
(Verantwortungsbewusster Umgang mit den Menschen)
Limits to consumption and growth, distribution of surpluses
(Verbrauch und Wachstum begrenzen, Teilen von Überschüssen)

Von Bill Mollison definiert und über die Jahre erweitert unter anderem durch David Holmgren. Diese Prinzipien sind als Werkzeuge, die untereinander verknüpft werden zu verstehen und existieren in einem Permakultur System immer in Beziehung zueinander.


Gratis Download: Das Wesen der Permakultur von David Holmgren in Deutsch
Eine Zusammenfassung der Permakultur Konzepte und Prinzipien von “Permaculture Principles & Pathways Beyond Sustainability”.


Permakultur. Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige Lebensweisen
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Permakultur. Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige Lebensweisen
  • David Holmgren
  • Drachen Verlag
  • Auflage Nr. 1. Auflage (19.12.2016)
  • Taschenbuch: 416 Seiten

Zones / Zonierungen

Bereiche werden anhand der Nutzungsintensität geordnet.

  • Zone 00 Der Mensch
  • Zone 0 Die Wohn- und Kernzone
  • Zone 1 Entspricht dem angrenzenden Bereich ans Haus. In dieser Zone werden Kräuter und täglich genutztes Gemüse angepflanzt.
  • Zone 2 Hier wachsen die weniger aufwendigen Gemüse. Z.B. Salate.
  • Zone 3 Hier beginnt der landwirtschaftliche Bereich: Getreide, Kartoffeln, Karotten und alles andere was wenig Pflege braucht und wenn geerntet entweder in einer Grossaktion oder maschinell passiert.
  • Zone 4 Bäume z.B. Holzwirtschafts-, Obst-, Nuss- und Wildobstbäume. Der Aufwand in dieser Zone ist sehr beschränkt und ist im Normalfall auf ein Datum im Jahr fixiert.
  • Zone 5 Wildnis/Urwald. Hier nimmt der Mensch keinen Einfluss und überlässt das Terrain den Wildtieren und Pflanzen.

Die Zonen sollen als Werkzeug fungieren und helfen bestimmte Elemente grob zuzuordnen. Es ist wichtig sie zu nutzen aber sie sollen auch flexibel genutzt werden denn sie sind Teil eines dynamischen Konzeptes.

Permakultur-Zonen

Multiple Functions, Multiple Elements /
Mehrere Funktionen, Mehrere Elemente

Jedes Element des Permakultur-Systems, sei das jetzt zuhause oder im Garten sollten wenn möglich immer mehrere Funktionen übernehmen können. Wie z.B. ein Kennwood Chef, der unglaublich viele Funktionen übernimmt: rühren, mahlen, kneten, mixen, Saft pressen und vieles mehr. Gleichzeitig ist es auch wichtig, dass wenn einmal ein Gerät ausfällt nicht gleich nichts mehr geht, sondern jede Funktion, die im System gebraucht wird auch durch andere Element übernommen werden kann. In diesem Fall wären das handbetriebene Küchengeräte. So kann gewährleistet werden, dass das System in sich unabhängig funktioniert.

Repair, Recycling / Reparieren, Wiederverwenden

Produce No Waste (Keinen Abfall verursachen) Reparieren und Wiederverwertung/-verwendung spielt in der Permakultur auch eine sehr wichtige Rolle. Damit möchte man den Ressourcenverbrauch vermindern und die Wertschätzung der Dinge steigern. Ein paar gute Links zum Thema:

Optimize Edges / Optimierung von Randzonen

Randzonen sind Bereiche an denen zwei / mehrere Ökosysteme aufeinander treffen. Wie beispielsweise der Übergang von Wiese zu Wasser. In dieser Übergangszone ist die Vielfalt an Flora und Fauna am stärksten.

Natural Succession / natürliche Entwicklung

Es ist auch wichtig dem System seinen freien Raum zu lassen und Entwicklungen zuzulassen und gegebenenfalls zu unterstützen.

Obtain a Yield / Sicherstellung deines Gewinns

Stelle sicher, dass dein Projekt bereits während der Erstellung Gewinne erzielt und somit deine eigene Motivation steigert dein Ziel zu erreichen. Es ist wichtig, dass das Verhältnis zwischen Arbeit und Ertrag stimmt. Für gute Arbeit muss es auch guten Gewinn geben. Elemente / Systeme, die hohe Wirtschaftlichkeit vorweisen oder z.B. die Biodiversität sichtlich gesteigert haben und somit dem System dienen, sollten erhalten und gepflegt werden. Implementiere Systeme, die dir Gewinne einbringen.

Diversity / Vielfalt

Das A und O eines gesunden Systems ist die Vielfalt, egal ob es den Bereich der Pflanzen, Nutz- und Wildtiere oder die kreativen Freiheiten der Bewohner betrifft. Vielfalt statt Einfalt ist hier das Motto und verhilft dabei ohne zusätzliches Einwirken dem System zu mehr Stabilität.

Integrate rather than Segregate /
Integrieren statt trennen

Zusammenarbeiten fördern, so dass sie sich gegenseitig unterstützen.
Beispielsweise wie Dragon Dreaming und Soziokratie im Zwischenmenschlichen und Unternehmerischen. Ganz im Sinne von „Viele Hände machen die Arbeit leicht“.

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