Geodätische Kuppel als perfektes Gewächshaus

Ein Geodome-Gewächshaus begünstigt die Kultivierung von Pflanzen zunächst als schützendes Element vor Witterungseinflüssen wie Wind, Niederschläge und Kälte. Desweiteren übernimmt das Gewächshaus idealerweise regulierende Funktionen, um einen möglichst ganzjährigen Pflanzenanbau im mitteleuropäischen  Klima zu gewährleisten. Wie sieht nun das perfekte Gewächshaus aus?

Baumeister Kai Rosit arbeitet minuziös an seinem Meisterwerke der Baukunst.

Das perfekte Gewächshaus ist natürlich sehr stark von der geforderten Nutzungsart abhängig. Für den kommerziellen Gebrauch in der Agrarwirtschaft gelten neben den idealen baulichen Bedingungen auch hohe Anforderungen hinsichtlich der Bewirtschaftbarkeit. Im privaten Bereich ist die Größe ohnehin oft limitiert und da drängen sich die Vorzüge eines Geodomes als perfektes Gewächshaus geradezu auf.

Was ist also das Perfekte an einem Geodome?

Die kleinste Außenfläche bietet das größte innenliegende Volumen  und das heißt nicht nur mehr Raum für die Pflanzen sondern Wärmeverluste über die Außenfläche werden minimiert. Auch ein energetisch perfektes Gebäude müsste die Form einer Sphäre haben! Ein Haus mit vielen Erkern, Gauben und Türmchen ist davon weit entfernt.

Die geometrische Form eines Geodomes kann den Platonischen Körpern zugeordnet werden. Eine geodätsiche Kuppel besteht zunächst einmal aus einzelnen Dreiecksflächen, die sich in weiterer Folge zu Pentagonen (Fünfeck) oder je nach Bauweise auch zu Hexagonen (Sechseck) zusammen setzen.  Es werden keine Spezialteile benötigt.

Das Grundelement besteht aus 3 Streben die mittels Schrauben verbunden werden. Der Materialeinsatz ist somit optimiert , auch weil immer wieder gleiche Strebenteile miteinander verbunden werden.

Ganz interessiert schaut das Pferd den fleissigen Handwerkern beim Bau des Geodomes zu.

Darüber hinaus bildet die Fachwerkstruktur der zusammengefügten Dreiecke ein hochfestes Kuppelbauwerk das Wind- und Schneelasten bei sehr schlanker Ausführung trotzt.

Der Einstrahlungswinkel der Sonne liegt idealerweise im rechten Winkel  zur Außenfläche und nur ein Kuppelbauwerk bietet der Sonne die Möglichkeit zu jeder Zeit senkrecht in das Gewächshaus zu scheinen.

Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergeh’n, im Norden ist sie nie zu seh’n. 

Idealerweise sollte die Temperatur im Gewächshaus 30°C nicht überschreiten. Das erfordert in unseren Gefilden während der Sommermonate eine Regulierungsfunktion. Neben temperaturabhängigen Fensteröffnern ist ggf. auch über eine Beschattung nachzudenken.

Durch die nach Norden ausgerichtete Außenhülle wird nur wenig Tageslicht in den Geodome getragen. Daher liegt es nahe die nach Norden ausgerichtete Teilfläche zu isolieren und die Innenseite mit einer Licht reflektierende Oberfläche zu versehen. Ein darunter befindliches Wasserbecken dient zur weiteren Reflektion und als thermische Masse zur Ausgleichung der Temperaturunterschiede.

Perfekt also in vielerlei Hinsicht. Darüber hinaus ist solch ein Bauwerk nicht nur ein Gewächshaus und dient somit der Nahrungsversorgung, sondern auch ein kleiner Wellnessort der mit der Natur verbindet und dabei sogar einem architektonischen Anspruch gerecht wird.

Praktische Zweitnutzung! Sockelbau gegen Süden gleich kombiniert mit Insektenhotel Ausfachungen. Voran noch als Dämmende Schicht eine Hochbeet Konstruktion mit guten Beeren.
Aktueller Stand der Arbeiten (Mitte Oktober) am Geodome beim Pavel auf dem Hof Albisboden.
Aktueller Stand der Arbeiten (Mitte Oktober) am Geodome beim Pavel auf dem Hof Albisboden.

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Ein Geodome als Gewächshaus im eignen Garten hat auch etwas stilvolles und macht sich sehr hübsch eingebettet in die Gartengestaltung.