Ganz interessiert schaut das Pferd den fleissigen Handwerkern beim Bau des Geodomes zu.

Geodome auf dem Albisboden von Pavel Beco

Wow es hat sich einiges auf dem Albisboden getan und das Geodome Bauwerk schreitet voran! Kai Rosit der begnadete Geodome Ingenieur hat uns wieder einmal mit seiner Kunstfertigkeit überrascht.

Geodome im Bau auf Biohof Albisboden... Kai auf der Leiter
Baumeister Kai Rosit arbeitet minuziös an seinem Meisterwerke der Baukunst.

Geodome Bau

Nach einigen Monaten Bauzeit und schon fast fertig gestellt, erstrahlt der Geodome bereits jetzt gut sichtbar in der Landschaft und offenbart uns seine wunderschöne Konstruktion. Sanft eingebettet in den nach Süden ausgelegten Obsthain gleich anschliessend an die Strauobstweide, zwischendrinn steht der Geodome von Pavel Beco. Der wunderschöne und spannende Biohof Albisboden liegt im malerischen Toggenburg bei Dicken St. Gallen. Ein Ausflug würde sich auch ganz ohne Geodome bereit lohnen aber jetzt um so mehr!

Die Vorteile eines Geodomes

Kai Rosit erklärt uns in diesem Video, was die Vorteile der Kuppelbauweise sind. Der Geodome eignet sich für den privaten Gebrauch als Gewächshaus.

Geodome von Kai Rosit: http://kugelblick.org/
Trockensteinmauer von: https://www.wohnenimgarten.ch/

Hier noch das Transkript aus dem Video zum Nachlesen:

Heute sind wir auf dem Biohof Albisboden von Pavel Beco für alle die sich für Wildobst und Obstbäume interessieren: www.pavels.ch, findet hier einen Profie. Sowie Hochstammobst und Früchte. Hier findet man auch viele interessanten Dinge. z.B. Gründach erfahren ist er auch! Dieses Gründach das wir hier sehen ist bereits 30 Jahre alt. Hier finden sich auch alte Tierrassen und viele Naturdinge. Heute besuchen wir mal den Der Kai arbeitet gerade am nächsten, bzw. aktuellen verrückten Projekt hier auf dem Hof. Hier unten sehen wir es bereits….! Ein geodätischer Dom. Und jetzt gehen wir ihn mal besuchen. Hier noch eine kleine Katze. Jetzt sehen wir es noch aus einer anderen Perspektive! Es sieht ja super aus hier in dem Wäldchen. Dann lass uns mal kucken was hier gerade abgeht. Hallo Kai! Was baust den du verrücktes?! Ein Gewächshaus! Sieht ziemlich spannend aus hier. Ja erklär doch mal! Ich komm zu dir. Also das ist jetzt die Geodästische Kuppel. Und warum…, also ja was hat diese Bauweise den für Vorteile? Warum sollte ich genau so ein Gewächshaus bauen. Naja zum einen ist es das günstige Verhältnis: Volumen zur aussen liegenden Fläche. Die Aussenfläche und das Volumen ist bei einem kuppelförmigen Bauwerk optimiert. Beispielsweise im Vergleich zu einem Kubus hat die Kugel etwa 30% weniger Aussenfläche bei gleichem Volumen. Das macht ins besonders Sinn wenn ich das Gewächshaus in den Übergangsmonaten, oder auch in den Wintermonaten benutzen möchte. Der Wärmetransport, also der Wärmeverlust in diesem Fall findet über die Aussenfläche statt und ist in dieser Bauform günstig. Also klein im Verhältnis zum innen liegenden Volumen. Ein weiterer grosser Vorteil ist die Ausrichtung zur Sonne. Mann versucht Gewächshäuser immer so auszurichten das sie zu einem bestimmten Zeitpunkt im rechten Winkel zur Sonneneinstrahlung stehen. Bei einem kugelförmigen Bauwerk, habe ich natürlich zu jeder Tageszeit immer den Einstrahlungswinkel rechtwinklig zur Aussenfläche. Dann kommen noch weitere Vorteile hinzu das die Wärmeverteilung im Gewächshaus besser ist als in herkömmlichen Gewächshäusern, da es keine Ecken gibt, keine Wärmebrücken, keine Kältebrücken sagen die Amerikaner. Ja das sind mal so die ersten grösseren Vorteile im vergleich zu konventionellen. Bei konventionellen Gewächshäusern gibt es natürlich auch Vorteile insbesondere wenn die Bewirtschaftung im Fokus liegt. Wenn ich mit Maschinen die Bewirtschaftung des Gewächshaus machen möchte, dann empfiehlt sich natürlich ein längliches Gewächshaus. Für den privaten Gebrauch wurde ich so was empfehlen. Weil es einfach das Maximum an Raum zur Verfügung stellt auf kleinster Fläche. Und jetzt als Beispiel. Diese Trockensteinmauer hier was hat die für eine Funktion. Oder anders gesagt. Ich sehe jetzt die Kuppel hier und dort hinten ist ja noch nicht zu und hier ist ja die Trockensteinmauer. Wie geht es hier weiter? Grundsätzlich muss man sagen das der Dome ja noch nicht fertig ist. Man sieht auch den hinteren Bereich ja überhaupt nicht foliert. Das hat damit zu tun, dass auf diese Trockensteinmauer eine weitere Domeschale kommen wird. Die grösser ist als die, die man jetzt hier sieht. Das ist so zu sagen mal das Fundament für die hinter liegende Domkuppel. Zum Einen, zum Anderen hat die Natursteinwand eine stützende Funktion. Wir befinden uns hier im Hang. Wir haben den Hang hier terrassiert um eine Ebene zu bekommen um den Dome überhaupt auf zu stellen. Ein weiterer Vorteil von der Natursteinmauer ist natürlich auch die wärme speichernde Funktion. Wir können sie als thermische Masse nutzen. Insbesondere in der Übergangszeit, im Herbst und in den Frühlingsmonaten wird es so sein, dass der hintere Teil der Kuppel, der nicht bespannt ist mit Folie, der wird auch nicht bespannt. Der wird ja dann innen liegend sein. Und da sollen dann Kiwi- und Weintrauben-Pflanzen hochranken. Hier können dann die Kletterpflanzen am Dome hochklettern. Dies wird die Innenseite sein, weil ab hier dann der Innenraum beginnen wird. Hier wird es noch eine weitere Kuppelscheibe drüber geben. Nur ein Viertel. Das ist jetzt die Hälfte. Somit ist der Bereich wo ich jetzt stehe schon im Raum. Der Innenraum wird hier geschlossen durch die Kletterpflanzen. Kiwi und Weintraube. Der Vorteil ist dann in den Herbstmonaten und in den Frühlingsmonaten haben diese Pflanzen kein Laub. Die Sonne kann ungehindert das Bauwerk durchdringen, der Sonnenstand ist niedriger und damit kann ich dann die Natursteinwand aufheizen. Also ich kann die Wand als thermische Masse nutzen. In den Sommermonaten möchte ich die Wärme eher draussen halten, aus dem Gewächshaus, ich muss eine Überhitzung vermeiden. Da ist es von Vorteil wenn diese Pflanzen die hintere Wand zumachen und somit die Natursteinmauer beschatten. Damit keine direkte Sonnenlicht auffällt und das ganze überhitzt wird. Wir haben hier dreieckige Fensterelemente. Einige Fensterelemente lassen sich öffnen, da kommen noch Druckdämpfer rein. Die arbeiten mit Wachs. Dies geht ganz ohne Energie. Bei entsprechender Erwärmung, dehnen sich die aus. Der Dämpfer öffnet das Fenster und wenn es abends wieder abkühlt oder bei Sturm schliessen diese wieder automatisch und ziehen das Fenster wieder zu. Ja dies ist noch praktisch! Mit den Fenster hast du somit so gut wie keinen Aufwand? Nein, man muss sich nicht kümmern. Du musst morgens nicht aufstehen, das läuft automatisch. Das ist bei den konventionellen Gewächshäuser ebenfalls zu finden. Ok, das ist also eine Technik die sich bereits bewährt hat. Ja, die hat sich bewährt und ist auch bekannt. Man bekommt diese Dämpfer auch im Handel. Hier sehen wir ja kein Betonfundament so wie bei Raffael in Niederlenz. Wie habt ihr das den hier gemacht? Wir haben hier mit Einschlaghülsen gearbeitet. Auf Grund der hohen Anzahl der Streben die das Gewicht nach unten tragen, in diesem Fall sind es über 18 Stück. Haben wir uns entschieden und auch aus Kostengründen. Wir sind hier im quasi Alpinenbereich, der Materialtransport ist hier schwierig. Mann kann hier nicht mit dem LKW herunterfahren. Kies oder Beton anliefern. Daher haben wir uns entschieden, relativ leichte Materialien einzusetzen und dies von Hand hier runter zu tragen. In diesem Fall haben wir uns für Robinie entschieden. Auch als Scheinakazie bekannt. Wird oft in der Landwirtschaft eingesetzt als Befestigung von Jungbäumen. Robinie hat den Vorteil es verrottet sehr schlecht im Boden, es ist sehr dauerhaft. Zusätzlich haben wir die Pflöcke die wir in den Boden gesetzt haben noch gekohlt. Mit Feuer angekokelt. Damit die Oberfläche kein Angriffspunkt für Pilze bildet. Ja das sehen wir hier! Darum sind die so schwarz. Und gerade unten sehen wir die Einschlag-hülsen. Das ist Metall. Weiter haben wir den, man sieht es hier, dass der Raum zwischen dem Gewächshaus und… Hier soll dann noch ein Hochbeet installiert werden. Dass es dort auch eine Isolations-Schicht geben wird, damit der Wärmetransport von der Erde nicht so leicht in das Gewächshaus kommen kann, ist hier Glasschaum-Schotter verbaut worden. Hier sieht man den Schotter sehr gut. Dieser ist auch sehr leicht. Er ist sehr leicht, hat auch wieder damit zu tun wegen dem Materialtransport an diesen Ort. Es war Winter. Der Schotter wird in Bigbags geliefert. Etwa 3 Kubik in einem Bigbag, denn konnten wir hier über den Schnee herunter ziehen. Das war für uns ein grosser Vorteil. Darüber hinaus haben wir jetzt eine isolierende Schicht. Das kommt dem Dome ebenfalls zu Gute! Wie gross ist jetzt dieser Dome? Das eigentliche Gewächshaus, der innere Dome der jetzt nur sichtbar ist. Der äussere Dome ist ja noch nicht installiert. Dieser hat einen Durchmesser von 5,9 Meter. Er ist in der Frequenz 3V gebaut für die die es genauer interessiert. Die Frequenz gibt Aussage darüber wie viele Dreiecke am Ende die Kugelform ergeben. Je mehr Dreiecke ich habe, umso harmonischer komme ich an die Kugelform. Hier bin ich im Frequenzbereich 3V. 3V ist noch ein bisschen schwierig um es in die Halbkugelform zu bringen. Daher haben wir noch mit ein paar Tricks gearbeitet. Und ich denke, ja es ist ganz gut gelungen! Danke Dir vielmals für die Infos! Bitte schön! Tschau Kai!

 

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